31.08.2010

Stets das Dekanat im Blick

Bildungsreferentin Martina Schott feiert 25 jähriges Dienstjubiläum im Evangelischen Dekanat Ingelheim

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Lupe Martina Schott

„Ich habe mich in der evangelischen Jugendarbeit immer sehr wohl gefühlt und wollte deshalb auch selbst in diesem Bereich tätig werden“, erinnert sich Martina Schott an die Anfänge ihres kirchlichen Engagements zurück. Und so ist es nicht verwunderlich, dass die Odenwälderin nach dem Abitur in Michelstadt und einem sich anschließenden Freiwilligen Sozialen Jahr in der ev. Kirchengemeinde Wiesbaden-Bierstadt Sozialpädagogik an der Evangelischen Fachhochschule in Darmstadt studierte.

Nach dem Studienabschluss 1984 folgte das Anerkennungsjahr im Amt für Jugendarbeit der EKHN (heute Zentrum Bildung) in Darmstadt. Danach wurde eine Stelle im Dekanat Ingelheim frei, Martina Schott bewarb sich und wurde genommen. Das ist nun 25 Jahre her. Am Anfang war es für die Odenwälderin gar nicht so einfach, sich an Rheinhessen zu gewöhnen. Statt Wäldern gab es hier Weinberge und Hügel, statt Kochkäs‘ und Äppelwoi, standen in Rheinhessen Spundekäs‘ und Wein auf der Speisekarte. Die Eingewöhnung dauerte nicht lang, die frisch gebackene Jugendreferentin konnte sich richtig in ihr neues Arbeitsfeld stürzen. Wenn sie sich heute daran zurückerinnert, tauchen Segelfreizeiten, Gruppenleiterschulungen und Schülerseminare vor ihrem geistigen Auge auf. Da sie als Jugendreferentin häufig unterwegs war, hieß das auch immer wieder „Kisten schleppen“.

„Wichtig war mir dabei immer, in Teams zu arbeiten und die Meinungen anderer zu hören. Das habe ich als große Bereicherung erlebt. Und beim Segeln habe ich Gelassenheit gelernt, denn oft weiß man morgens noch nicht, wann und wo man abends ankommt, aber man kommt an“, so Martina Schott, die sich 2004 zu einem Rollenwechsel entschloss: Im Dekanat Ingelheim bot sich die Möglichkeit, die neu eingerichtete Stelle für Bildungsarbeit aufzubauen und mit Inhalten zu füllen. „Irgendwann habe ich gedacht: ‚Jetzt bin ich so alt wie die Mütter der Jugendlichen, die ich betreue. Da war für mich ein Wechsel angesagt.“

Nacht der offenen Kirchen, Konfi-Eltern-Kurs, thematische Kochprojekte, Burgkirchengespräch: das sind Veranstaltungen und Projekte, die die Bildungsarbeit von Martina Schott im Dekanat Ingelheim prägen. Die Herausforderung, in diesem Bereich alles neu aufzubauen, ist ihr gelungen. Ein positiver Nebeneffekt: „Weniger Kisten schleppen – und zu anderen Zeiten.“ Zufrieden resümiert sie: „Mir werden Vertrauen und Wertschätzung entgegengebracht, was mich in meiner Motivation und meinem Engagement unterstützt und stärkt“. Als Bildungsreferentin hat sie stets die Belange des Dekanats im Blick engagiert sich für eine breite Identifikation mit dem Dekanat. Doch nicht nur Insider will sie mit ihren Projekten erreichen - ihr liegen auch diejenigen am Herzen, die sich außerhalb von Kirche bewegen und die sie mit ihren Veranstaltungen ansprechen will.
Die Ideen sind ihr bisher nicht ausgegangen. Sie experimentiert gerne mit Neuem, behält aber Bewährtes auch bei. Hauptsache: „Nie auf ausgetretenen Pfaden hängen bleiben und auf keinen Fall langweilig werden!“