Mainz, 19.8.2010. Pfarrer Andreas Klodt ist neuer Dekan des Mainzer Dekanats. Auf den 46-jährigen Pfarrer der Philippusgemeinde in Mainz-Bretzenheim entfielen 41 der abgegebenen Stimmen. Auf den Kandidaten Volkhard Guth 37 Stimmen. Präses Dr. Birgit Pfeiffer und der kommisarische Dekan Stephan Müller-Kracht gratulierten als Erste direkt nach der Wahl.
Andreas Klodt (46) ist derzeit Pfarrer der Philippusgemeinde in Mainz-Bretzenheim und seit sechs Jahren Mitglied im Dekanatssynodalvorstand, dort ist er verantwortlich für das Ressort „Bauen und Liegenschaften“. Der in Mainz-Bischofsheim geborene Klodt hat in Bielefeld-Bethel, Zürich, Marburg, Bonn und Heidelberg evangelische Theologie studiert. Sein Vikariat absolvierte er im rheinhessischen Saulheim und war anschließend im Spezialvikariat in der Evangelischen Studierendengemeinde in Heidelberg beschäftigt. Im Anschluss daran trat er seine erste Pfarrstelle in Dörsdorf-Reckenroth im Dekanat Diez an, wo er auch ordiniert wurde. Seit 1998 ist er Pfarrer der Evangelischen Philippusgemeinde in Mainz. Klodt ist Lehrpfarrer und ist Hörern des SWR bekannt als Autor und Sprecher zahlreicher Verkündigungs-sendungen. Er ist in zweiter Ehe verheiratet und hat drei Kinder.
Hintergrund: Hauptamtlicher Dekan
Der Dekan wird für die Dauer von sechs Jahren von der Dekanatssynode, dem regionalen Kirchenparlament, gewählt. Er ist Vertreter der Kirchenleitung vor Ort und geborenes Mitglied des Dekanatssynodalvorstandes. Zusammen mit dem Dekanatssynodalvorstand leitet er das Dekanat und vertritt die evangelische Kirche in Mainz in der Öffentlichkeit. Er besucht und berät die Kirchengemeinden in gottesdienstlichen Fragen und bei Konflikten.
Nach der neuen Kirchenordung wird der Dekan auch einen regelmäßigen Predigtauftrag in einer Mainzer Kirchengemeinde wahrnehmen. Zusammen mit dem katholischen Stadtdekan wird er regelmäßig in den ökumenischen Gottesdiensten und Veranstaltungen in Mainz mit¬wirken. Für die derzeit 65 Pfarrerinnen und Pfarrer im Dekanat ist der Dekan der Dienstvorgesetzte, er führt mit ihnen regelmäßige Gespräche und Dienstkonferenzen und begleitet die Kirchenvorstände bei Neuwahlen von Gemeindepfarrerinnen und –pfarrern.