Mit großem Zuschauerzuspruch endete am vergangenen Sonntag die Veranstaltungsreihe „Kunst und Kirche im Gespräch“ im Wormser Heylshof. Sebastian Bialas, Theologe und Kunsthistoriker, sprach am Beispiel des Bildes „Verherrlichung Mariens“, einem Bild der Kölner Malschule aus dem späten 15. Jahrhundert, über die Verehrung der Gottesmutter in der christlichen Bildkunst. Bei Kaffee und Kuchen nutzten die Museumsbesucher im Anschluss die Möglichkeit zur gemeinsamen Reflexion und Diskussion.
Nach der Eröffnung der Veranstaltung durch die Organisatoren Dr. Olaf Mückain (Kurator des Museums Heylshof) und Dr. Werner Zager (Leiter der Evangelischen Erwachsenenbildung) führte Bialas zunächst in die Tradition der Marienverehrung ein – passend zum katholischen Feiertag Maria Himmelfahrt. Danach stand die „Verherrlichung Mariens“ im Mittelpunkt, wobei Bialas in seine pädagogisch inspirierte Bildbefragung das Publikum aktiv mit einbezog. Sein Fazit: „Glaubensvermittlung funktioniert über Bilder“, denn ein Bild „ist immer schon eine Wirklichkeit“. Bialas, der als Lehrer tätig ist, versteht die Vermittlung des Glaubens im Religionsunterricht daher auch als eine „Schule des Sehens“.